Jan 23, 2014 in Allgemein

Das neue Jahr ist noch keine vier Wochen alt, Zeit, an die Steuererklärung
2013 zu denken.

So können Angestellte, die aus beruflichen Gründen umgezogen sind, Kosten für die Leistungen einer Umzugsspedition, Fahrtkosten zur Fahrt an den neuen Wohnort, Verpflegungsmehraufwand, und – zeitlich begrenzt – eine doppelte Mietzahlungen und Maklergebühren als Werbungskosten geltend machen.

Das gilt auch für Kosten, die als „sonstige Umzugsauslagen“ gelten wie z. B. die Anschaffung neuer Gardinen, Anschlusskosten für Telefon, Fernseher und ggf. Aufwendungen für die Renovierung der alten Wohnung.

Auch Aufwendungen für einen umzugsbedingten Nachhilfeunterricht für die Kinder bis zu einer Höhe von 1.752 Euro sollten bei der Steuererklärung ausgewiesen werden.

Wichtig: Alle Kosten sind mit Belegen nachzuweisen. Für die sonstigen Umzugskosten kann alternativ zum beleghaften Nachweis ein Pauschbetrag angesetzt werden. Dieser beträgt derzeit für Ledige 695 Euro und für Verheiratete 1.390 Euro. Für jede weitere im Haushalt lebende Person erhöht sich der Pauschbetrag um 306 Euro  – bei einer Familie mit zwei Kindern also 2.002 Euro.

Ist der Umzug nicht beruflich veranlasst, können die Kosten für den Umzugsdienstleiste als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Der Fiskus erkennt 20 Prozent der Kosten von höchstens 20.000 Euro an. Voraussetzung ist, dass der Steuerzahler eine Rechnung von der Spedition erhalten hat und das Geld auf ein Bankkonto überwiesen wurde. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Nicht begünstigt sind die Kosten für die Anmietung eines Umzugsautos, das vom Steuerzahler selbst gefahren wird.

Ein Tipp zum Abschluss: Bei Umzügen kommt es auf den Tag, an dem man den Umzug beendet. Wurden die Möbel beispielsweise am 31.12.2013 eingeladen und am 1.1.2014 ausgeladen, hat der Umziehende bereits Anspruch auf höheren Erstattungspauschalen.